Inhalt Heft 5/2017

Veränderungen im Vorstand des ITVA
Th. Gerhold
» Seite 161

1. Ausgangszustandsbericht und Rückführungspflicht – ein Zwischenstand
( What is the impact of the new AwSV on construction sites, on the remediation of contaminated sites and on brownfield redevelopment?
keywords: Baseline report, initial state, final cessation, serious pollution, installation, IED, operator, obligations
abstract: )

Baseline report and obligations to return the site back to the initial state – an intermediate stage Durch Industrie- und -Gewerbeanlagen können Verschmutzungen im -Boden und im Grundwasser verursacht werden. Im Sinne der Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IED) muss ein Ausgangszustandsbericht die Ausgangssituation bei relevanten Anlagen dokumentieren, wenn dort relevant gefährliche Stoffe Verwendung finden. Im Falle erheblicher Verschmutzung von Boden und Grundwasser muss die zuständige Behörde über Rückführungspflichten des Anlagenbetreibers entscheiden. Liegen, nach Einstellung des Betriebs der Anlage, erhebliche Verschmutzungen die aufgrund des Anlagenbetriebs entstanden sind vor, ist der Betreiber grundsätzlich zu Rückführungsmaßnahmen verpflichtet, soweit dies verhältnismäßig ist. Im Beitrag werden Ecksteine und beabsichtigte Verbesserungen in den relevanten Arbeitshilfen zur praktischen Umsetzung von gesetzlich zulässigen Kriterien in Deutschland erörtert.
J. Frauenstein, S. Strecker, B. Meise, R. Bulitta
» Seite 165

2. Altlastensanierung durch den Einsatz von Nanopartikeln – Beiträge und Ergebnisse des EU-Projekts NanoRem
( Soil and Groundwater Clean-up by Nanoremediation – Results and Possibilities from the EU-Project NanoRem
keywords: Altlastensanierung, In-situ-Sanierung, Nanopartikeln (NP), Nanosanierung, Nanotechnologie, Quellensanierung, Nullwertiges Eisen, Carbo-Iron©, Umweltverträglichkeit, Anwendungsleitlinien, Großversuche, Pilotstandorte, Behörden, Sanierungspflichtiger, Kommunikation
abstract: )

Altlastensanierung mit Nanopartikeln (NP) – kurz Nanosanierung – beschreibt den In-situ-Einsatz von NPs zur Sanierung schadstoffkontaminierter Böden und Grundwasserleiter. Abhängig vom eingesetzten Partikeltyp umfassen die Sanierungsprozesse im Allgemeinen Reduktion, Oxidation, Sorption oder eine Kombination. NPs sind in der Regel als Partikel mit einer oder mehreren Dimensionen <100 nm definiert, aber sie können größere Verbundpartikel mit eingebetteten Nanopartikeln enthalten. NP sind meist aus Metallen oder Metalloxiden, häufig aus nano-skaligen nullwertigen Eisen hergestellt und können für diverse Schadstoffe eingesetzt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Quellensanierung in der gesättigten Zone, aber auch die Fahnensanierung ist eine Option. Nanosanierung kann nahezu unabhängig von der Anwendungstiefe unter Gebäuden angewendet werden. Das EU-Projekt NanoRem war ein F&E-Projekt (2013-2017) im 7. Rahmenprogramm der EU mit dem Ziel praxistaugliche, effiziente, sichere und ökonomische Technologien unter Einsatz von Nanomaterialien zu entwickeln, um einen kommerziellen Einsatz in Europa zu ermöglichen und zu stimulieren. Das internationale NanoRem-Konsortium war mit 29 Partnern aus 13 Ländern interdisziplinär und branchenübergreifend aufgestellt. Die Ergebnisse liegen seit Frühjahr 2017 vor – aufbereitet für die Praxis in 12 thematischen kondensierten Beschreibungen (Bulletins). Darüber hinaus stellt NanoRem auf der Homepage www.nanorem.eu eine „Toolbox“ bereit, in der alle Ergebnisse strukturiert zur Verfügung gestellt werden.
H.-P. Koschitzky, J. Braun, N. Klaas
» Seite 173

AquaConSoil 2017 – Forscher im Gespräch
J. Frauenstein
» Seite 185

Dresdner Grundwassertage 2017, 19.–20.06.2017 Gestaltung des Wasserhaushalts in Bergbaufolgelandschaften der neuen deutschen Bundesländer
S. Raimann, C. Helling
» Seite 189

ITVA-Mitteilungen » Seite 191

altlasten news » Seite 193

Veranstaltungsvorschau » Seite 197 



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